Werke von Robert Schumann und Max Reger.

Thomas Hell, Klavier (Steinway D Flügel)
1-16: Max Reger, Variationen und Fuge über ein Thema von Johann Sebastian Bach op. 81 (32'52)
17-22: Robert Schumann, Humoreske op. 20 (29'25)
Gesamtspielzeit: 62'25
  Thomas Hell (Lebenslauf)
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Klassik heute: "Was für ein Glück für einen jungen Pianisten, gleich eine CD mit der klanglichen Differenziertheit und Ausgeglichenheit einer Tacet-Aufnahme (diese EigenArt-Einspielung wurde von Andreas Spreer produziert) vorlegen zu können. Thomas Hell (Jg. 1970) nutzt die Gelegenheit, seine hohe Musikalität und sein ausgeprägtes Klanggefühl zu präsentieren. Reger hat in seinem op. 81 ein sehr intimes Bach-Thema verarbeitet. Thomas Hell gelingt es, das ausgesprochen fein gewobene, oft orchestral gedachte Netz des Regerschen Tonsatzes plastisch in Klang zu übersetzen. Und er schafft es zudem, die lange, gut halbstündige Strecke über den Spannungsbogen zu halten: nicht auftrumpfend, sondern der jeweiligen Textur angemessen, sich auch (Variation 8) die nötige Ruhe nehmend, Abstriche in Sachen kraftvolle Präsenz sind dort zu machen, wo Hell massive akkordische Blöcke zu ordnen hat. Auch für den sehr subtilen Witz (und die rhythmischen Vertracktheiten) in Schumanns Humoreske hat Thomas Hell einen erfrischend vielfältigen, vor allem aber musikalisch runden, von entwaffnend schlicht bis übermütig frech reichenden Ansatz. Eine vielversprechende Debüt-CD." Kalle Burmester

... weitere Kritiken:

Piano: "Diese Schumann/Reger-CD des Pianisten Thomas Hell kommt rein äußerlich relativ unspektakulär daher, aber das täuscht. Durchaus ungewöhnlich ist bereits, dass Hell, Jahrgang 1970, sein CD-Debüt mit zwei nicht eben gängigen, dafür aber äußerst diffizilen Monumentalwerken der deutschen Romantik und Spätromantik gibt, was sich als Hinweis darauf lesen lässt, dass hier kein Schaumschläger, sondern ein wirklicher Klavierkünstler am Werk ist. Dies wird beim Hören auf überwältigende Weise bestätigt. In Schumanns "Humoreske" besticht vor allem die luzide Durchdringung der teils bizarren, teils schwärmerischen, teils volkstümlichen Charaktere, deren loses Nebeneinander in einer höheren poetischen Einheit aufgehoben zu sein scheint. Das vermag nur einer, der wirklich begriffen hat, worum es geht. Allenfalls könnte man Hell vorhalten, das letzte Quentchen an "Verrücktheit" schuldig geblieben zu sein, die wohl nötig ist, um bis in die letzten Geheimnisse von Schumanns musikalischer Poesie vorzudringen. In Regers Bach-Variationen dagegen vermisst man rein gar nichts. Hell, dem ein wunderbar klingender Steinway D nebst einer ausgezeichneten Tontechnik zur Verfügung standen, singt die Regerschen Kantilenen mit leuchtend-warmem Ton und atmender Phrasierung aus, versieht die gewaltigen Akkordmassen mit orgelhafter Klangfülle, macht selbst noch im dichtesten Gewühl thematische Verläufe deutlich und lässt auch in rein technischer Hinsicht nichts anbrennen. Kurz: hier bietet ein Pianist eine bis ins letzte Detail ausgefeilte, sehr geschlossen und organisch wirkende Deutung des Regerschen Variations-Kolosses, die sogar neben den Lesarten von Becker und Hamelin bestehen kann. Da fragt man sich natürlich, wieso Thomas Hell, der laut Booklet immerhin schon den Prix Blanche Seiva und den Prix SACEM Nadia Boulanger gewonnen hat, nicht schon längst zur ersten Riege der jüngeren deutschen Pianistengeneration gezählt wird. Und außerdem: Wann kommt die nächste CD?" Robert Nemecek


Fono Forum: "Exegetisches Talent: Thomas Hell (geb. 1970) hat sich hier einem Programm gestellt, das - vor allem bei Reger - wahrlich mit körperlichen und geistesathletischen Anforderungen nur so gespickt ist. Die teilweise skurrile Diktion von Schumanns nicht unbedingt rein humorvoller "Humoreske" erfordert Fantasie bei der Gestaltung aller Stimmungsumschwünge. Hell deutet die Verwegenheit und Melancholie bei Schumanns Werk teilweise hinreißend und findet zu einem rechten Schumann-Stil. Gleichzeitig zeigt Hell bei Reger exegetisches Talent, das auch eindrucksvoll vor diesen komplexen Aufgaben besteht. Seine Ausdrucksskala ist enorm; vielleicht muss er aber ganz gelegentlich noch etwas abgebrühter werden." FRA

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Thomas Hell hier in einer Live-Aufnahme der Kreutzersonate mit Franziska Früh, Violine:

Kreutzer-Sonate
1.Satz2.Satz 3.Satz

www.thomashell.de

 

Peter Michel, Oboe

 

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